Momentaufnahmen

Mittwoch, 29. Oktober 2008

...

Es schneit.
Und der Himmel ist ganz rot.
YB hat 5:0 gewonnen gegen Alle.
Zweitklub Inter hat 0:0 gespielt.
Inters Nr. 14 hat sein Comeback gegeben.
Alle(s) wird gut.

Montag, 13. Oktober 2008

Ferien-Zwischenbilanz

  • Letzte Nacht hatte ich einen Sympathiekrampf in der rechten Wade. Es tat - um es in den Worten Philip Maloneys auszudrücken - höllisch weh. Magnesiummangel, ich weiss schon. Aber ich traue mich einfach nicht, in eine Turnhalle einzubrechen und den armen Kunstturnerinnen das Magnesium wegzuklauen.
  • Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, klingelte in aller Herrgottsfrühe auch noch das Telefon. Weil ich die Nummer nicht kannte und wusste, dass ich mir sonst den ganzen Tag Sorgen gemacht hätte, tat ich etwas für mich völlig uncharakteristisches: ich rief zurück. Vous vous êtes trompée de numéro, Madame, wollte mir ein recht sympathisch klingender Herr weismachen. Ich entgegnete ihm, dass ich mich keinesfalls im Numéro getrompt hätte, sondern dass vielmehr seine Nummer auf meinem Telefon aufgetaucht wäre und ich ihn deshalb freundlicherweise zurückgerufen hätte. Er fragte dann, woher ich komme und sagte, er sei aus dem Kanton Waadt und hätte ja deshalb keinen Grund gehabt, mich anzurufen. Ich sagte dann, ich wisse doch auch nicht, weshalb er mich anrufen wollte, aber auf jeden Fall befände sich nun mal seine Nummer auf meinem Telefon. Das kapierte er, glaub ich, nicht so ganz, vermutlich ist mein Französisch frühmorgens einfach zu unverständlich. Wiedemauchsei, wir waren dann beide désolé und beschlossen, in gegenseitigem Einvernehmen das Gespräch zu beenden. So geht das.
  • Ich habe mich dann doch dazu entschlossen, nicht wegzufahren in den Ferien. Ich halte mich da an Martin Suter, der in einem Interview mal gesagt hat, dass sich ein grosser Teil des Schriftstellerlebens sowieso im Kopf abspielen würde und es da dann eigentlich egal sei, wo man diesen hinbette. Ich bin zwar kein Schriftsteller, aber das mit dem Kopf kenne ich durchaus auch. Es immer dasselbe drin, im Kopf, da spielt es tatsächlich keine Rolle, ob sich dieser nun in Paris, Mailand, Brügge oder Hinterpfotenhausen befindet.
  • Zwischenbilanz nach einer Ferienwoche: 5 Pullis (schwarz), eine Hose (dunkelgrau) sowie ein Paar Stiefel (irgendwie dunkelbraun oder so) gekauft. Glauben Sie ja nicht, verehrte Leserschaft, dass mir sowas Spass macht. Im Gegenteil. Ich muss zweimal im Jahr Kleider kaufen gehen, im Frühling und im Herbst. Weil ich ja im Sommer und Winter etwas anziehen muss. Und es deprimiert mich zu tiefst, dass ich keine Winterjacke gefunden habe und deshalb nochmals shoppen gehen muss.
  • Sehr viel Spass macht es mir hingegen, in einer zweisprachigen Stadt einzukaufen (nicht Kleider, selbstverständlich). Ich finde es immer lustig zu beobachten, wie die Verkäuferinnen abschätzen zu versuchen, ob man denn deutsch- oder französischsprachig ist. Bei mir sagen sie in 95,7 Prozent der Fälle Bonjour. Das muss an meiner frappanten Ähnlichkeit mit Carla Bruni liegen.
  • Noch rasch zur aktuellen Trainersituation in Frankreichs Nationalteam: Da möchte ich gerne eine Zeile aus Bob Dylans You're a Big Girl Now zitieren. Gut, so einfach mache ich das der Leserschaft natürlich nicht. Finden Sie den Satz selbst heraus? Als kleine Hilfe verweise ich gerne auf die Kommentare zu diesem sowie diesen Beitrag im Allgemeinen. Dem Gewinner oder der Gewinnerin winkt als Preis der Link zu einem netten Interview mit Carlos Varela.
Hier noch der Song zum Wochenstart. Nehmen Sie sich dessen pädagogisch wertvollen Inhalt zu Herzen. Danke.


Donnerstag, 24. Juli 2008

nie on Tour

Ein grosses Update, quasi.
  • Ich sollte mal versuchen zu verstehen, wie der Google Reader funktioniert. Denn der wäre glaub ich ziemlich toll. Wenn man das Ganze eben begreifen würde. Bis jetzt habe ich es nämlich nur geschafft, meinen eigenen Blog da raufzuschmeissen. Auf den Reader. Aber das ist ja ziemlich witzlos und so rein gar nicht der Sinn der Sache.
  • Twittert ihr? Irgendwie finde ich das Konzept von Twitter sehr toll: Man teilt in Kürzestnachrichten mit, was man gerade tut. Und sowas mache ich grundsätzlich ziemlich gerne. Mitteilen, was ich gerade tue. Aber auch hier: Ich muss mir das Ganze noch genauer ansehen und zu verstehen versuchen. Und vor allem muss ich herausfinden, ob das denn was kostet, wenn man vom Handy aus updatet, um jetzt hier mal hemmungslos diesen Anglizismus zu gebrauchen.
  • Zusammenfassung des Wochenendes: Am Samstag recht viel Wein getrunken - zumindest so viel, dass ich irgendeinmal im Verlauf des Abends Blockflöte gespielt habe. Blockflöte. Glaube ich zumindest. Und in der Nacht habe ich dann ein erbittertes Duell gegen eine Mücke geführt. Um 5.30 Uhr habe ich sie schliesslich in einem blutigen Showdown erledigt. Die Mücke. Ich gebe es nicht gerne zu, aber: es war ein gutes Gefühl. Sie zu töten. Am Sonntag musste ich dann arbeiten, und ganz ehrlich - ich war schon mal fitter.
  • Sion ist grossartig. Vor allem die Altstadt und die Schlösser. Leider hatte das blöde Museum geschlossen. Meine Walliser Verwandten sind auch toll, irgendwie, vor allem Onkel Peter aus Siders, der eigentlich gar nicht mein Onkel ist, aber das ist ja jetzt nicht so wichtig. Auf jeden Fall hat er gesagt, ich solle dann im Winter mal kommen, wenn Sierre gegen Visp spielt, also im Eishockey, weil da sei immer die Hölle los. Gut.
  • Heute war ich dann endlich mal im Paul-Klee-Museum. Dort wollte ich schon lange mal hin, und es war auch tatsächlich sehr toll. Eigentlich würde ich das ja furchtbar gerne öfter tun, in Museen gehen und so, aber ich traue mich halt meistens nicht. Aber ich werde versuche, meinen momentanen Elan zu nützen und in Neuenburg noch das Centre Dürrenmatt zu besuchen. Ich mag ja Dürrenmatt sehr, also zumindest einige seiner Bücher. Ihn selber kenne ich ja nicht. Und es dürfte auch relativ schwierig werden, ihn kennen zu lernen, weil der gute Herr ja nun schon seit einiger Zeit tot ist.
  • Nein, ich habe keine Ferien. Ich arbeite derzeit nur etwas weniger, weil ich in der letzten Zeit etwas mehr gearbeitet habe. Man muss das ja kompensieren.
  • "Ah, der Häberli" - Meine Mutter, als sie in meiner Küche ein Bild des Gitarre spielenden Slaven Bilic erblickte.
  • Noch etwas Sommerloch-Politik: Ich geniesse ja die jüngsten Peinlichkeiten der Armee und vor allem die von deren (Ex-)Chef Roland Nef, weil ich dann völlig subtil einige Links einfügen kann, ohne jetzt gross einen Kommentar zur ganzen Geschichte abgeben zu müssen. Wirklich völlig subtil.

Sonntag, 20. April 2008

Das Wort zum Samstag

  • Jetzt kann ichs ja zugeben: Ich mag den FC Bayern. So ein bisschen. Ich hab sogar ein Bayern-Trikot. Von Lizarazu.
  • Heute habe ich berufeshalber mit einem relativ hohen Politiker telefoniert. Er war ausserordentlich freundlich. Vermutlich hat er gedacht, dass ich ihn dann bei den nächsten Nationalratswahlen wählen werde. Nur habe ich ein kleines Problem mit dem C im Namen seiner Partei.
  • Ich habe gerade Rotwein über meine selbstgemalte Bob-Dylan-Mausmatte geleert. Wie, um Himmels Willen, kriege ich den denn wieder raus? Ich mag die Matte nämlich.

Samstag, 5. April 2008

Das Wort zum Samstag

Endlich mal wieder ein völlig wirrer, unzusammenhängender, multithematischer Eintrag. Hurra.
  • Heute hatte ich eine sehr spannende, geschäftliche E-Mail-Konversation mit einem Tibeter, und selbst er fand dieses China-Bashing - weil es halt gerade in ist - und Olympia-Boykott-Gerede völlig schwachsinnig. Er sagte, es sei durchaus angebracht, vielleicht die Staatschefs nicht an die Eröffnungszeremonie zu schicken oder so. Aber die Bevölkerung Chinas kann ja schliesslich nichts für ihre Regierung. Ich bin sehr froh, dass er das gesagt hat, denn das ist grundsätzlich auch meine Meinung zu diesem leidigen Thema.
  • Als ich den neuen Mister Schweiz zum ersten Mal gesehen habe, war mein erster Gedanke ... Ross Geller. Und nein. Das ist kein Kompliment. Mir haben eigentlich die beiden Welschen am besten gefallen, obwohl ich arbeitshalber sehr wenig von der Sendung gesehen habe, aber das ist bei mir halt grundsätzlich so ein Reflex, dass - wenn ein Mann französisch spricht - ich halt dann schon etwas interessierter hinschaue. Oder so.
  • Ich hätte beinahe eine neue Bleibe gefunden. Es war ja schon eine eher schwachsinnige Idee von mir, in die Stadt zu ziehen. Dort gibt es nämlich überall Menschen. Rund um die Uhr. Und ich mag es nicht, wenn um mich herum Menschen sind. Und schon gar nicht rund um die Uhr. Und deshalb schaue ich mich eben seit einiger Zeit nach etwas Neuem um. Vor ein paar Tagen habe ich jetzt erfahren, dass im Kaff, in dem ich aufgewachsen bin, der obere Teil eines Bauernhauses frei geworden ist. Rundherum wären - Schafe. Sehr schön. Leider ist die Wohnung jetzt doch schon weg, denn eigentlich habe ich mich ziemlich schnell mit dem Gedanken angefreundet, in eine Schafherde zu ziehen. Wirklich schade.
  • Morgen ist Cupfinal. Dummerweise habe ich noch immer kein rosarotes Kleidungsstück, um meine Verbundenheit zur AC Bellinzona auszudrücken. Aber das kann man ja auch auf andere Weise tun.
  • Es freut mich sehr, dass immer wieder Leute über die Suchworte "Zwiebelkeller" und "Günter Grass" auf meine Seite finden. Offensichtlich fanden andere Menschen das Kapitel aus der "Blechtrommel" genauso toll wie ich.

Montag, 1. Oktober 2007

Heute vor einem Jahr...

Gesehen bei Leuchtkind und - weil doch vor wenigen Minuten ein neuer Monat begonnen hat - als nachahmungswürdig empfunden:

Heute vor einem Jahr...

... im Blog:
Am 1. Oktober 2006 war ich offensichtlich von zwei Dingen begeistert, und zwar vom Film The Life Aquatic With Steve Zissou sowie vom damaligen Interims-Trainerduo der sympathischen Berner Young Boys, Erminio und Stefano, von dem ich mir gewünscht hätte, dass es in dieser Form länger bestehen bleiben würde.
Ausserdem fällt mir auf, dass ich in den Tagen zuvor einige Male aus Matthias Zschokkes Buch Maurice mit Huhn zitiert hatte. Soll heissen: genauso wie vor einem Jahr lese ich auch momentan ein absolut wunderbares Buch von einem Schweizer Autor, nämlich Melnitz von Charles Lewinsky. Letzteres hätte ich unter normalen Umständen schon längst beendet, aber derzeit komme ich leider viel seltener als mir lieb ist zum Lesen.

... im Beruf:
Da war ich ja noch Studentin, weil ich irgendwann mal gelaubt hatte, dass es meine Gesamtsituation verbessern würde, wenn ich Beruf und Wohnung hinschmeisse und etwas völlig anderes mache. Nur leider kann man damit sich selber nicht auch noch mit hinschmeissen, sondern bleibt halt doch irgendwie genauso, wie man es immer gewesen war. Und wenn sich rund um einen herum alles verändert, man selber dabei aber gleich bleibt, dann schrammt der ganze Spass schliesslich gewaltig am Ziel vorbei. Ein halbes Jahr später habe ich das Studium dann abgebrochen, was, wie ich jetzt denke, auf jeden Fall die richtige Entscheidung war. Obwohl mir all die neuen Erfahrungen zweifellos gut getan haben.
Beruflich hatte ich damals hauptsächlich mit Eishockey zu tun, was eigentlich ziemlich witzig ist wenn man bedenkt, dass ich nun wirklich nicht gerade der allergrösste Fan dieser Sportart bin.

... im Privatleben:
Da ist eigentlich mehr oder weniger alles beim alten geblieben. Die Veränderung steht allerdings unmittelbar bevor: Morgen, respektive heute - es ist schliesslich schon Montag -, werde ich den Schlüssel zur neuen Wohnung erhalten. Nur habe ich leider noch überhaupt keine Ahnung, wie und wann ich umziehen soll. Irgendwie kam der Oktober so furchtbar schnell, und ich habe noch gar nichts organisiert bisher. Aber irgendwann mal im Verlauf der nächsten Jahre werde ich es vermutlich schon schaffen, in die neue Wohnung zu ziehen.

Ich mag diese Rückblicke, es ist spannend zu sehen, in welcher Situation man sich genau vor einem Jahr befunden hat. Das Ganze regt einen zudem ein bisschen zum Nachdenken an. Und das ist ja immer auch irgendwie gut.

Mittwoch, 26. September 2007

Das Wort zum Mittwoch

  • Meine Mutter hatte heute Geburtstag, und deshalb haben wir heute Abend ein bisschen gefeiert. Ich bin ziemlich betrunken, fürchte ich, und fühle mich einfach grossartig. Im Gegensatz zum Normalzustand, weil sich derzeit einfach alles verändert - neuer Job, neue Wohnung, neue Lebenssituation usw. Und für mich als Extremneurotiker ist da hauptsächlich Panik angesagt. Aber im Moment fühle ich mich völlig fantastisch.
  • Mein Vater würde mich vermutlich enterben, falls er das hier lesen würde, aber da ich mir ziemlich sicher bin, dass er es niemals lesen wird, kann ich es ja schreiben: Ich glaube fast, dass ich Waadtländer Weisswein ein bisschen lieber mag als Weisswein aus dem Wallis. Ich weiss. Ich bin eine furchtbar schlechte Walliserin. Ich schäme mich.
  • Ich kann gar nicht oft genug erwähnen - und deshalb tue ichs jetzt zum ersten Mal (es erwähnen) - wie sehr ich es Toni Kallio gönnen mag, dass er heute gegen die sympathischen Aarauer zwei Tore geschossen hat. Er wurde bisher immer heftig kritisiert, zu Recht, klar; leider hat er bisher nicht die Leistung erbracht, die man sich vermutlich irgendwann mal von ihm erhofft hatte. Nur war die "Kritik" einiger "Fans" unter jedem irgendwie möglichen Niveau, und deshalb habe ich es mir zur Lebensaufgabe gemacht, den Kallio gegen diese üblen Angriffe ein wenig zu verteidigen. Manche Leute würden das vermutlich Beschützerinstinkt nennen - Mutterinstinkt ist wohl leider schlecht möglich, weil der Kallio noch ein bisschen älter ist als ich. Ja. Eben. Ich freue ich mich heute sehr. Sehr.
  • Ich liebe Jörg Stiel. Wirklich. Ich weiss nicht, ob ich es hier schon mal erwähnt habe, aber ich finde ihn ganz grossartig. Und so ein bisschen liebe ich auch den Rainer Maria Salzgeber. Und vor allem liebe ich es, wenn die beiden zusammen sind.
  • An dieser Stelle wollte ich irgend etwas Wichtiges schreiben. Aber ich habs leider vergessen.
  • Ausserdem liebe ich Arrested Development. Obwohl ich noch nicht ganz darüber hinweggekommen bin, dass der Sohn George Michael heisst. Und auch immer so genannt wird. Aber trotzdem. Ich liebe Arrested Development.

Freitag, 24. August 2007

...



Cat on a Hot Tin Roof, quasi.

Mittwoch, 20. Juni 2007

Mittwochsgebrabbel

  • Manchmal darf man Transfers im Fussball auch einfach aus nostalgischen Gründen schön finden, und deshalb freue ich mich sehr, dass Paolo Collaviti zurück ist.
  • Mir träumte kürzlich, Sanel "Wir Österreicher san nette Leut" Kuljic würde ganz viele Tore in gelb-schwarz erzielen. Nur leider trägt man bei Austria Wien eher violett. Apropos Kuljic: Monsieur Constantin muss nicht in den Knast.
  • Diese Woche hat der Gärtner unseren Garten quasi durchgegärtnert, und wie immer wenn fremde Menschen in der Nähe sind, habe ich mich nicht nach draussen getraut. Die sonnigen 30 Grad habe ich mir halt einfach mal von drinnen vorgestellt. I rule.
  • Das Ganze hat aber auch gute Seiten: so hatte ich Zeit, mich meiner Videosammlung, d.h. der Sammlung selber aufgenommener Videos, zu widmen. Mit der Folge, dass ich mindestens 20 Videos als überspielbar deklariert habe. Gefunden habe ich zudem auch mal aufgenommene, aber noch nie gesehene Filme wie etwa The English Patient, Spun mit dem göttlichen Jason Schwartzman, La Flor de mi secreto vom noch göttlicheren Pedro Almodóvar oder das bereits früher mal gesehene Son frère. Toll.
  • Und zum Schluss zur Vermeidung von Langeweile noch etwas Lesestoff über Fussballer, die weiter denken können als Bälle und Playstation: 1 / 2.

Donnerstag, 14. Juni 2007

The Rooflight Series


rain 2 thunderstorm 2 hail clouds

rain 1 snow thunderstorm2 rain3



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