Ich habe es dann doch getan, gestern Abend. Mir die ersten beiden Folgen von
Prison Break angeschaut. Zuerst wollte ich ja nicht, von wegen schon wieder eine Serie mit Suchtpotenzial usw. Aber eben. Wenn jeder davon spricht, wird man halt neugierig.
Es geht darum, dass
Michael einen Banküberfall verübt, allerdings nur mit dem Ziel, geschnappt und ins Gefängnis geworfen zu werden. Denn dort sitzt - unschuldig -
sein Bruder und wartet darauf, exekutiert zu werden. Michael muss also quasi zuerst ins Gefängnis einbrechen, um dann zusammen mit seinem Bruder, der ja eben unschuldig ist, wieder ausbrechen zu können. Und die Serie spielt denn auch im Gefängnis. Und bedient sich gleich sämtlicher Klischees, die man aus typischen Gefängnis-Filmen kennt: Der Dealer sieht genauso aus, wie man sich das gewohnt ist, hier ist die Gruppe Schwarzer, hier sind die Nazis, der Latino ist natürlich furchtbar eifersüchtig und möchte seine Verlobte kontrollieren. Auch der Mafioso darf nicht fehlen, wobei er sich bei Prison Break gegenüber den anderen Filmen und Serien durch ein ganz kleines, minimes Detail unterscheidet: Er ist
Schwede. Naja, Schweden, Italien - ist ja eh alles dasselbe in Europa. Obwohl, ich muss zugeben, dass der Herr Stormare eigentlich für mich den Ausschlag gegeben hat, mir das ganze anzusehen. Ich finde den nämlich megakuhl.
Fazit: Wenn man mal von den obengenannten Ärgerlichkeiten absieht, dürfte das Ganze sicher spannend werden. Ich werde - logischerweise, ich süchtele ja gerne nach solchem Zeug - weitergucken. In der Schweiz ist Prison Break jeweils am Donnerstag, ca. 22.50 Uhr auf SF2 zu sehen.
Ach ja, zum Jöö-Effekt bei Prison Break: Einer der Insassen hat eine Katze, die bei ihm in der Zelle wohnt und eigentlich die ganze Zeit zufrieden in den Armen des Gefangenen schlummert. Ich frage mich, wie das die Macher fertigbringen, dass die Katze so schön ruhig ist. Und vor allem, wie ich das bei meiner Nachbarskatze anwenden könnte. Damit sie mich zur Abwechslung morgens mal nicht weckt (zum offenen Fenster reinspringen, vor meiner Tür penentrant miauen, auf meine freundliche "Halt die Schnauze"-Begrüssung zusätzlich an der Tür kratzen, bis ich mich ihrer dann endlich erbarme).
nie - 8. Jun, 16:01