Da braucht es also einen Wölfli, damit die Schweiz sich für die WM qualifiziert. Hätte also der Nationaltrainer (sein Name ist mir gerade entfallen) von Anfang an auf Wölfli gesetzt, wäre die Schweiz bereits seit 7 Runden qualifiziert. Mindestens.
Wenn man mich fragt: Die Schweiz sollte sowieso eher so spielen: Wölfli; Grichting, von Bergen (Senderos), Affolter; Sutter, Hochstrasser, Huggel (Yakin), Degen; Nkufo, Schneuwly (Frei), Regazzoni. Aber mich fragt ja nun mal niemand.
Gruppenerster zu sein ist eh für Sissies. Echte Mannschaften gehen in die Barrage. Die Auslosung ist nächsten Montag um 14 Uhr in Zürich, mögliche Gegner der Franzosen sind die Ukraine, Bosnien, Slowenien und Irland.
Gestern wars nett, das Spiel der Franzosen gegen Österreich, wobei letztere ja gewaltig umgestellt haben. Gerade mal drei Spieler waren bereits schon im Hinspiel dabei. Damals gewann Österreich 3:1, gestern verloren sie 1:3. Soll daraus Schlüsse ziehen, wer mag. Jean-Michel Larqué und Arsène Wenger haben Aufhauser nachgetrauert, ich eher Vastic (also nicht, dass der im Hinspiel dabeigewesen wäre, aber trotzdem.
Vielleicht erklärt aber auch das hier, warum ich kaum mehr einen Österreicher kannte: (Danke Monsieur Fischer fürs Aufmerksamsein.)
Übrigens: Welch trauriges Leben muss man wohl haben, wenn man einer Anti-Streller-Fraktion angehört und dies auch in Abwesenheit des entsprechenden Spielers kundtut?
Logischer Satz des Tages, heute von José Mourinho, Trainer von (Immer-Noch- und vermutlich Noch-Für-Ein-Jahr)-Zweitklub Inter Mailand:
"Vieira played an excellent first half. I substituted him (at half time) because I changed system."
Ah, ja gut. Danke.
PS: Ich bin wieder da, übrigens. Hallo.
PS2: Der Güggel von nebenan kräht übrigens nicht nur frühmorgens, sondern eigentlich immer. Ich habe ihn deshalb spontan Varela getauft.
Guten Abend und herzlich Willkommen zum Live-Fussball-Abend mit nie. Da die Franzosen ihr WM-Quali-Spiel auf den Färöer Inseln bereits hinter sich gebracht und dabei einen unglaublich souveränen 1:0-Sieg geholt haben, habe ich beschlossen, mir heute Schweiz - Italien anzuschauen. Mein erstes Spiel der Schweiz seit der EM.
Hier übrigens noch das Tor von André-Pierre Gignac:
Der Pass kam übrigens von Florent Malouda, der - offensichtlich beflügelt von meiner My-Space-Freundschaft - einer der Besten war.
20:41: Ah, Cannavaro. Der ist nett. Vor allem aber in Kombination mit Herrn Thuram.
20:44: Knut Kircher ist ein toller Name, irgendwie.
20:53: Magnin hat endlich eine seinem Haarwuchs angepasste Frisur.
20:54: Ich habe Padalino noch nie im Leben spielen sehen. Und Benaglio erst zweimal, glaubs. An der EM.
20:55: ... was mich natürlich nicht daran hindert, zu finden, dass Wölfli das Tor hüten müsste.
21:05: Gut, ganz so schlecht ist dieser Benaglio nicht, muss ich zugeben.
21:06: Camoranesi Camoranesi Camoranesi. Früher konnte ich diesen Namen nie aussprechen. Heute schon. Camoranesi. Toll, nicht?
21:14: Herrje, die Österreicher liegen schon 0:2 zurück gegen Kamerun. Webo, nicht Eto'o.
21:16: Mist, kaum kann ich Camoranesi aussprechen, wird er auch schon ausgewechselt.
21:21: Bitte was?! Hat jetzt Sascha Ruefer soeben den St. Jakobspark in Basel "Nationalstadion" genannt?
21:25: "Mit etwas mehr Spielpraxis hätte er vielleicht..." - aber Herr Hitzfeld stellt ja bekanntlich gerne Leute ohne Spielpraxis auf. Genauso wie sein Vorgänger, Herr Kuhn.
21:26: Es ist auch schön zu sehen, wie viele Spieler vom aktuellen Leader der Super League auf dem Platz stehen.
21:31: Die Österreicher haben Ivica Vastic verarbschiedet. Meine Güte, ist dieser Mensch schön.
21:38: Herr Vastic schreibt derzeit übrigens ein Kinderbuch.
21:44: Alain Sutters derzeitige Frisur ist eigentlich noch gut, irgendwie.
21:56: Ich muss zugeben, dass es Dinge gibt, die mich mehr vom Hocker reissen als ein Testspiel zwischen zwei Mannschaften, zu denen ich rein gar keinen emotionalen Bezug habe.
22:04: Viel lieber würde ich das Freundschaftsspiel zwischen Tunesien und der Elfenbeinküste schauen. Das aber eigentlich schon fertig sein sollte. Nur finde ich kein Resultat.
22:12: Scheinbar haben Tunesien und die Elfenbeinküste 0:0 gespielt. Weiss leider noch nicht, ob auch YBler dabei waren.
Fazit: Ich habe ein weiteres Mal versucht, ein Spiel der Schweizer Nationalmannschaft interessiert zu verfolgen, und ich bin ein weiteres Mal kläglich gescheitert. 0:0 ist es ausgegangen, das Spiel, so viel habe ich noch mitbekommen. Österreich hat verloren, bei Tunesien - Elfenbeinküste dürfte zumindest Ghezal gespielt haben (wo, um alles in der Welt, findet man da Telegramme?) Aber fassen wir das Wichtigste zusammen: Frankreich holt auf den Färöer Inseln dank eines ausgesprochen souveränen Eins-zu-Null-Siegs drei Punkte. Danke, viel Glück und gute Nacht.
Regelmässigen Besuchern dieser Seite ist es vielleicht schon aufgefallen: Ich mag Sport recht gern, eigentlich. Man kann sich also vorstellen, dass ich erfreut war, als ich erfuhr, dass die Schweiz ein eigenes Sportfernsehen erhalten würde. Letzte Woche ist mir das dann wieder in den Sinn gekommen, und ich habe diesen Sender mal auf meinem Televisionsapparat eingerichtet und bin inzwischen doch schon einige Male dort gelandet. Gesehen habe ich bis jetzt folgendes:
Eine Verkaufssendung, in der mir Verkäuferinnen mit österreichischen Synchronstimmen einen Wunderapparat andrehen wollten, der unerwünschte Haare im Gesicht entfernt
Ein wirklich ausgesprochen furchtbares Schlagertrio
Einen sehr langen Trailer zu einem Actionfilm, vermutlich mit Will Smith
Ich fragte mich dann - es nahm mich halt einfach Wunder -, also ich fragte mich, ob wohl auf diesem Sportsender auch mal Sport zu sehen sei. Ich meine, diesen Gedankenschritt kann man ja durchaus gehen, oder? Und tatsächlich! Heute Nachmittag um 16 Uhr kommt Fussball. Challenge League. Und weil diese Liga ja bekanntlich noch in der Sommerpause ist, kommen dafür jetzt eben die Highlights der letzten Saison. Fantastisch!
Es sei der richtige Moment um aufzuhören, so der 35-jährige Thomas Häberli an der Medienkonferenz von YB. Seit der Saison 2000/2001 ging der Stürmer für die Berner auf Torejagd. Jetzt hat er genug. Er habe alle Anfragen von anderen Klubs abgelehnt und freue sich auf seine Trainerkarriere.
Häberli, der einmal für die Schweizer Nati auflief und erst kurz vor der Euro 2008 aus dem Nati-Kader gestrichen wurde, traf in der abgelaufenen Saison achtmal für YB und gab sechs Assists. (Quelle: 20minuten)
Ich freue mich über den Entscheid. Denn mal ehrlich: Ein Häbi, der für einen anderen Verein Tore erzielt? Das wäre nicht schön gewesen. Gar nicht schön wäre das gewesen. Stattdessen wird er jetzt YB als Trainer erhalten bleiben. Hopp Häbi und alles Gute!
So, ich werde mich dann im Verlaufe des Nachmittags mal nach Basel begeben, um dort dem letzten Super-League-Spiel zwischen dem FC Basel und den YB aus Bern beizuwohnen. Ich hatte ja die Tickets vor ein paar Wochen in der Hoffnung gekauft, YB würde die Meisterschaft erst im allerletzten Spiel vergeigen, aber daraus wurde bekanntlich nichts, und jetzt sind wir halt dort, um den ollen Herrn Gross zu verabschieden oder so, aber der hat sich den zusätzlichen Applaus der YB-Fans durchaus verdient, finde ich. Ich wurde um einen Bericht gebeten, und ich werde schauen, dass ich den morgen liefern kann.
Apropos Fussball: Es wurde ja bereits gemunkelt, dass ich im Sommer eventuell den Zweitklub wechseln könnte, und immer, wenn so ein Modefantransfer bevorsteht, brodelt ja bekanntlich die Gerüchteküche. So wurde ich bereits mit dem PSG, mit Lyon und der Fiorentina in Verbindung gebracht. Aber Sie werden staunen, wenn ich Ihnen in Bälde den wahren Zweitklub bekannt gebe, den ich in der nächsten Saison unterstützen werde. Meine Güte, werden Sie staunen.
Sonst bin ich wirklich dabei, die Ferien zu geniessen, und das ist gut, weil das ist ja nicht immer so. Weil manchmal muss man sich dazu zwingen, die Ferien zu geniessen, und wenn man dann rein gar nichts geniesst, regt man sich darüber auf, dass man eben rein gar nichts geniesst, und geniesst dann im Allgemeinen noch viel weniger. Aber item, wie gesagt, mir gehts derzeit ausgezeichnet, oder wie es der wunderbare Herr Zschokke in seinem wunderbaren Buch Auf Reisen auf wunderbare Weise ausdrückt: "Ich gebe zu, ich war (...) verliebt. Nicht in einen bestimmten Menschen, nicht in einen Ort, eine Landschaft, ein Ding, einfach so: Ich wachte auf und war verliebt, ich ging ins Bett und war verliebt."
Alle, die nach der Übergabe des Meisterpokals heute Abend an den FC Zürich eine leicht depressive Stimmung erwarten und sich diese, also die Übergabe, deshalb lieber nicht anschauen möchten, könnten sich ja stattdessen nochmal Giacobbo/Müller vom letzten Sonntag zu Gemüte führen. Ich habe das Video gleich mal auf den wichtigsten Teil verlinkt, weil dem Herrn, der hier den Matthias Hüppi imitiert, gehört wirklich jeder Preis dieser Welt zugesprochen. Aber Sie können sich natürlich auch die ganze Sendung anschauen, denn zu Gast ist Elke Heidenreich, und ihr zuzuhören lohnt sich ja eigentlich auch fast immer, nicht wahr?
Heute durfte ich dem 6:0-Sieg des Cupfinalisten YB gegen Vaduz beiwohnen, und irgendwie interessierte sich am Anfang in meiner Umgebung cupfinal- und umständehalber rein gar niemand fürs Geschehen auf dem hübschen Kunstrasen. Und - zugegeben - auch ich habe die erste Viertelstunde hauptsächlich damit verbracht, völlig fasziniert diese schneeweisse Gestalt im Vaduz-Tor zu betrachten. Und irgendwann fielen dann mal sechs Tore, aber diese Vaduzer waren dermassen harmlos, dass sie einem schon fast leid taten. Lustig war es, alte Bekannte wiederzusehen - Bruno Sutter ("Spielt der immer noch?") oder Pascal Cerrone ("Wer?") etwa. Aber eben. Etwas fürs Torverhältnis zu tun, ist ja schliesslich immer schön.
Gestern schaute ich Randsport-WM, Schweiz gegen die USA. Das war spannend, und ich fand es dann sogar recht schade, dass die Schweiz trotz Sieg ausschied. Sowas ist mir im Fussball noch nie passiert. Es schade zu finden, dass die Schweiz irgendwo ausscheidet, meine ich. Ausserdem bin ich völlig begeistert von diesen TV-Experten, was vermutlich daran liegt, dass ich keine Ahnung von Eishockey habe. Aber Mario Rottaris könnte mir das Telefonbuch vorlesen, und ich würde völlig fasziniert zuhören. Und Ryan Gardner. Bitte, liebes Fernsehen, geben Sie Ryan Gardner eine tägliche Sondersendung. Auch im Sommer. Danke.
In Arsène we trust.
Ich kann Cronaldo wirklich, wirklich nicht ausstehen.
Edit 2. April: Effizientes Bloggen: Anstatt auch den Fussballabend, Teil 884 zu analysieren, lasse ich einfach die Analyse vom Samstag drin. Geändert hat sich eigentlich nichts. Nur müssen Sie sich den Eishockeyteil wegdenken, und gestern hats auch nicht so viel Spass gemacht wie am Samstag. Aber trotzdem. Die Tabelle sieht jetzt schon wieder etwas schöner aus, finde ich.
Meine Güte. Meine Nerven. Also die Franzosen haben heute ja wirklich sehr gut gespielt, überraschend gut, also zumindest ich war überrascht. Nur haben sie eben - kleines Detail am Rande - keine Tore geschossen. Doch dann kam Ribéry und hat getroffen, und das war ein ganz wundervolles Tor, zusammen mit Gourcuff und so, wirklich sehr schön, aber dann fand Frankreich leider, sie müssten keine weiteren Tore mehr machen. Und so kam es eben, dass ich bis zum Schlusspfiff zittern musste, und irgendwie war das sehr schlimm. Aber eben. Tolles Spiel, sehr, sehr spannend.
Aber irgendwie bin ich schon sehr verwöhnt derzeit als YB-Fan. Weil wenns irgendwann wirklich mal knapp werden sollte, kommt dann noch Doumbia und macht alles klar.
Vielleicht sollte Frankreich schauen, dass sie Doumbia einbürgern könnten. Und dann jeweils die letzten 10 Minuten spielen lassen. Das reicht.
Apropos Frisuren: Bei aller Sympathie für den PSG - die Besetzung von Péguy Luyindula vorne rechts war dann doch eher suboptimal. Meine Güte, hat der Mann Chancen versiebt.
Das Spiel war so spannend, dass ich es nicht einmal geschafft habe, hin und wieder mal aufs Eishockey umzuschalten. Aber der HC Davos hats auch ohne mich geschafft. Arno del Curto oléolé.
Von Moldawien - Schweiz habe ich arbeitshalber kaum was mitbekommen. Aber als dann nachher Eishockey anfing, wünschte ich mir, die Herren Billetter und Rötheli hätten auch beim Fussball Experten gespielt.
Fussball macht Spass. Manchmal. Heute auf jeden Fall.