Absurditäten

Donnerstag, 9. Juli 2009

Le coq est mort

Kennen Sie das? Sie schreiben einen Beitrag, lesen ihn nochmal durch und sagen dann zu sich selber, meine Güte, [insert name here], was schreibst du bloss für einen Mist?

Wie mistig der Beitrag war, den ich vorher wieder gelöscht habe, erkennen Sie am einzigen Teil, den ich hierhin rette:
  • Meine zukünftige Nachbarin hat mir letzthin mitgeteilt, dass dann ihr Hahn halt jeweils frühmorgens krähen täte. IHR HAHN KRÄHT JEWEILS FRÜHMORGENS. HAHAHAHAHAHA. HA. HA.
Kürzestzusammenfassung des restlichen Beitrags: Süchtig nach Ovomaltine Crunchy Biscuits, weil grossartig, und leicht irritiert ob der neuen TV-Serie In Treatment, die SF2 seit dieser Woche täglich zeigt, weil dort sämtliche nichtamerikanischen Schauspieler ausgesprochen schlecht amerikanisch sprechen. Aber vielleicht gehört das ja zur Serie und wird irgendwann mal noch erklärt. Oder so. Und zudem gibt es ja durchaus auch hier einige Menschen, die nicht wissen, welchen Dialekt sie eigentlich sprechen, nicht wahr.

Dienstag, 16. Juni 2009

Dialog des Tages

Heute, Dialog diesmal aus dramaturgischen Gründen nicht aufgepimpt:

Ich (schüchtern): Hallo.
Papagei: ...
Ich (etwas lauter): Hallo!
Papagei (Kopf verdrehend): ...
Ich (davongehend): *grmbl*
Papagei: Hallo!

Donnerstag, 11. Juni 2009

Badezimmergeräusche und die Vertiefung des Unglücklichseins

In meinem Badezimmer hört man des öfteren Musik. Das Seltsame daran ist, dass sie weg ist, sobald man das Fenster öffnet. Das heisst, sie kommt irgendwie durch die Stadtmauern hindurch. Keine Ahnung. Und das ist ja auch das tolle daran, nicht wahr, dass man nicht genau weiss, woher sie kommt und sich dann Gedanken dazu machen kann. Dieser Mensch, der diese Musik abspielt, scheint etwas seltsam zu sein. Neben dem üblichen Bumm-Bumm gibts nämlich durchaus auch mal etwas Volkstümliches oder ähnliches zu hören.

Heute morgen schoss, wer auch immer jeweils diese Musik so laut hört, dass ich das mitkriege, aber den Vogel ab: Es ertönte nämlich die Marseillaise. Nicht einmal, sondern während der ganzen Zeit, die ich noch im Badezimmer verbrachte. Erstaunt, aber dennoch leicht ergriffen, begann ich dann halt mitzusingen. Ich habe nämlich bis jetzt nicht gewusst, dass man in Frankreich offensichtlich den 14. Juli vorverschoben hat.

Gestern, und das hat jetzt eigentlich gar nichts mit dem Thema da oben zu tun, aber egal: Gestern habe ich aufgrund dieses Artikels mit der Lektüre von Paul Watzlawicks Anleitung zum Unglücklichsein angefangen. Aber leider habe ich all diese vom Autor empfohlenen Methoden bereits schon länger fest verinnerlicht, so dass ich bisher nicht wirklich etwas neues erfahren habe. Besonders die Methode, die er als Ovidsches Rezept beschreibt, kenne ich nur zu gut: Ein Mann will sich bei seinem Nachbarn einen Hammer ausleihen. Doch vorher beginnt er, sich Gedanken zu machen: Was, wenn er mir diesen gar nicht geben will? Hat er mich gestern nicht nur sehr flüchtig gegrüsst? Der hat bestimmt etwas gegen mich. Was bildet der sich ein? Das spinnt er dann in seinem Kopf so lange weiter, bis er schliesslich wütend beim Nachbarn klingelt und ihm ein "Behalten Sie doch Ihren Scheiss-Hammer" entgegenschleudert (gut, im Buch hat er es nicht ganz so ausgedrückt, aber Sie wissen, was ich sagen möchte). Wie dem auch sei, ich werde jedenfalls weiterlesen und hoffen, doch noch irgendwelche mir unbekannten Methoden zu entdecken, durch die ich mein Unglücklichsein noch vertiefen könnte. Vielleicht sollte man dem Herrn Watzlawick mal von den Young Boys erzählen. Das gäbe dann quasi die Fortsetzung zum Buch.

PS1: Im Badezimmer ertönt jetzt gerade keine Musik.

PS2: Soeben im Posteingang:

Freitag, 17. April 2009

Neulich bei Google

Auf der Suche nach hippen Internet-Abkürzungen:



Aha.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Gezwitscher

Neulich auf meinem TwitterFox:



TwitterFox ist mein neues Lieblings-Firefox-Add-on, deppenapostroph bin ich, und Stephen Fry ist... tja, eben, Stephen Fry.

Hihi. Tschuldigung.

Freitag, 21. November 2008

Chinesische Demokratie und der Hündin Rücken



Zugegeben: Ein bisschen aufgeregt bin ich schon. Heute erscheint nämlich Chinese Democracy, das neue Album mit recht originellem Titel der allerliebsten Lieblingsband aus meinen Spätkindheitstagen, Guns N' Roses. Gut, Guns N' Roses ist vielleicht etwas übertrieben. Eher Axl Rose und ein paar andere Menschen. Den Rest von Guns N' Roses konnte man in letzter Zeit hauptsächlich bei Velvet Revolver betrachten, resp. anhören.

Wie dem auch sei: Mir ist kürzlich eine kleine Anekdote aus Klein-nies Guns-N'-Roses-Anbeterinnen-Zeiten in den Sinn gekommen, die ich doch recht amüsant finde:

Klein-nie ist, wie gesagt, ein recht grosser Fan dieser Band. Und da sie keinen Frühenglischunterricht besucht, nimmt sie sich Songtexte zuhilfe, um Englisch zu lernen. Jetzt trägt eben eines der Lieder ab dem Album Use Your Illusion I den hübschen Namen "Back Off Bitch"

Klein-nie greift also zum Englisch-Dix und beginnt zu übersetzen. Back = Rücken. Bitch = Hündin. So weit, so gut. Rücken einer Hündin? Warum singt Axl über den Rücken einer Hündin? Ist Axl Tierfreund? Oder will er die Hündin gar essen, und der Rücken ist das beste Fleisch daran? Und was sagen all die Tierschutzorganisationen dazu? Und überhaupt.


Soll noch einer sagen, diese Spätkindheitstage seien nicht verwirrend.

Montag, 3. November 2008

Immer diese Legenden

Neulich auf Bluewin:



Heja... Maradona, Pelé - ist doch Hans was Heiri.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Jahrbuchen Sie sich!

Haben Sie sich auch schon oft gefragt, wie Sie wohl in früheren Epochen des letzten Jahrhunderts ausgesehen hätten? Nun, das nette Spielzeug Yearbook Yourself schafft Ihnen jetzt Abhilfe. Sie laden einfach ein Foto von sich hoch, und sofort kriegen Sie einen faszinierenden Überblick über Ihr Aussehen während der Zeitspanne von 1950 bis 2000.

Wenn Sie das gar nicht wissen wollen, aber trotzdem ein bisschen herumspielen möchten, können Sie natürlich auch einfach irgendein Foto nehmen. Ich zum Beispiel habe mal - einfach so - die Bilder eines mir völlig unbekannten Ehepaars hochgeladen:

Zinedine Zidane und Marcella Materazzi über all die Jahre:
1952

1968

1982

2000

Freitag, 19. September 2008

Maldini. Der mit den schönen Augen

Gestern Abend, Wankdorf-Stadion Bern. Die Young Boys, deren doch nicht ganz zu übersehene Abwehrschwäche mich zur Verzweiflungsaussage "Könnten wir nicht den Tiago zurückholen?" hinreissen liess, spielten im Uefa-Cup gegen Brügge aus Belgien, die auf mich eigentlich einen nicht gerade extrem unbezwingbaren Eindruck machten, 2:2. Am Rande ebendieser Partie kam es zu folgendem Dialog, den ich, um der Dramaturgie dieses Beitrags Willen, etwas aufgepimpt habe, wie es die heutige Jugend vermutlich ausdrücken würde:

Sitznachbarin: "In zwei Wochen spielt die AC Milan in Zürich! Milan! Milan! DIE AC Milan!"
Ich: "Ja. Weil drum Zürich heute in Mailand spielt, kommt es zwingendermassen dazu, dass Milan dann auch in Zürich antritt."
Sitznachbarin: "Hach, die AC Milan. Mit Maldini, weisst du. Paolo Maldini. Der mit den schönen Augen."
Ich: "Mit Flamini."
Sitznachbarin: "Was?"
Ich: "Schon gut."
Sitznachbarin: "Milan. So toll. Die AC Milan in Zürich! Mit Maldini! Der mit den schönen Augen! Ich habe Tickets!"
Ich: "Schön!"
Sitznachbarin: "Willst du die AC Milan nicht auch schauen gehen nach Zürich?"
Ich: "Also. Es ist so. Eigentlich bin ich Interista!"
Sitznachbarin: "??!!@@!!??"

Und die Moral dieses doch recht sinnlos erscheinenden Beitrags? Sich erstmals öffentlich zum Zweitclub bekennen, macht Spass. Sehr viel Spass!

Danke. Und Tschuldigung für diese doch recht schwachsinnigen Ergüsse. Ich bin drum eben recht guter Laune heute.

Dienstag, 9. September 2008

In bed with Slaven

In einem löblichen Artikel mit dem noch löblicheren Titel In bed with Slaven Bilic lese ich heute in der englischen Qualitätszeitung The Sun folgenden Satz:

Sometimes I lie in the bed with my players. I go to the room of Corluka and Modric when I see they have a problem and I lie in bed with them and we talk for 10 minutes.

Tami. Wie werde ich jetzt auf die Schnelle kroatischer Nationalspieler?

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