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Von Jubiläen

Ich feiere dieses Jahr ja Jubiläum. Gut, das war jetzt eigentlich völlig falsch, denn erstens feiere ich nicht, und zweitens ändert sich diesmal einfach beim Alter nicht nur die hintere, sondern auch gleich noch die vordere Zahl.
Als sich Mama nie unlängst bei mir erkundigte, was ich mir denn wünschte zu diesem Jubiläum, war sie mit meiner Standardantwort - "ein Buch wäre schön oder aber auch ein Büchergutschein" - nicht sehr zufrieden. Sie fand, ich müsse mir doch irgendein Andenken wünschen, und als ich sie fragte, was sie sich genau unter einem Andenken vorstellte, wusste sie auch nicht wirklich eine Antwort. Meinen Vorschlag, ich könne ja vom Spiel, das an diesem Tag stattfindet, ein Matchprogramm - eben als Andenken - mit nach Hause nehmen, fand sie dann auch nicht sehr toll. Wir haben uns schliesslich darauf geeinigt, dass sie mir, wenn ich mir dann hoffentlich bald ein neues Fahrrad kaufe (wenn ich eine neue Bleibe habe. Dazu hoffentlich später mehr. Sie dürfen mir aber durchaus die Daumen drücken.), dann vielleicht die passende Klingel dazu kauft.

Erschwerend hinzu kommt auch noch, dass ich meinen Geburtstag mit den derzeit berühmtesten Fussball-Zwillingen der Schweiz teile. Ha. Haha.

Sowieso: Das wahre Jubiläum feiere ich erst im nächsten Jahr. 2010 wird es nämlich 20 Jahre her sein, dass ich das erste Mal ein YB-Spiel im Wankdorf besuchen durfte. Mama nie glaubte damals nämlich, dass ich, wenn sie mich mal ins Stadion lässt, dann bestimmt bald das Interesse verlieren würde am Fussball. Schliesslich hätte ichs ja dann mal gesehen. Ich sass dann aber anno 1990 in diesem seltsamen Stadion auf dem morschen Holzbank, YB gewann 3:0, entweder gegen Luzern oder Lugano (kann man das irgendwo nachschauen, also online?), und irgendwie war das alles das Tollste, das ich je gesehen habe. Die Fortsetzung kennen wir: Das Stadion ist längst weg, aber ich bin immer noch da. Und ich wüsste auch nicht, wo ich sonst hingehen sollte.

Und unter uns gesagt: Mama nies Plan, dass ich nach dem einen Stadion-Besuch dann vielleicht das Interesse verlieren würde - also irgendwie ist der nicht so ganz aufgegangen.
newfield (Gast) - 11. Feb, 20:03

es könnte am 22. september 1990 gewesen sein. 3:0 gegen Luzern.

und lassen sie sich um gottes oder wemauchimmerwillen nicht von runden jubiläen strellern ähh stressen. lohnt sich nicht. anyway, have a very nice sunday. YB würde dannzumal übrigens in Luzern spielen ...

nie - 11. Feb, 23:10

Das wars definitiv. Tausend Dank. Beim 3:0 war ich mir sicher, beim Gegner eben nicht. Entweder Luzern oder Lugano. Aber das ist ja irgendwie sowieso dasselbe.

Keine Angst, ich lasse mich weder strellern noch degen... das habe ich hinter mir. ;-) Ich kämpfe noch darum, nach Luzern gehen zu können, zumal ich schon diese elendigen Samstagsspiele verpasse. Schaun mer mal.
Sänk you very matsch, Mister newfield!
magenta (Gast) - 13. Feb, 13:12

Wäre 3:0 demnach also ein äusserst passendes Resultat, so jubiläentechnisch? Item, jubilieren Sie schön, Frau nie.

nie - 13. Feb, 14:22

Ein 3:0 – respektive doch lieber 0:3 – würde meine Jubiläumstechnik in der Tat sehr verbessern, ja.
Danke, ich werde mir Mühe geben.
schwarzer kafka (Gast) - 13. Feb, 23:29

*lautlach* bzw. *gröhl* so in etwa hat sich das meine mama anno dazumal gedacht, als sie mich vor über 20 Jahren mit papa zum ersten mal ins brügglifeld gehen liess. mütter halt tssss... :-)

nie - 14. Feb, 11:24

:-D

Ja, gell? Als ob einen so ein Matchbesuch nicht erst recht dazu animiert, immer wieder zu kommen.
Wenigstens weisst du dann schon Bescheid, wenn dein Bubi ins Brügglifeld will. Oder will er das etwa schon?
newfield (Gast) - 15. Feb, 19:55


nie - 16. Feb, 14:06

Meine Güte, meine Nerven gestern!
Ich bin jetzt eine alte Frau, mit mir kann man sowas nicht mehr machen.
xirah (Gast) - 17. Feb, 20:18

Mamas schiefer Plan

Lieber Frau nie, meine Mama hat mich nie ins Stadion gehen lassen und Fussball demonstrativ und äusserst blöd gefunden. Papa auch. Allein, es half alles nichts, irgendeinisch fingt ds Glück eim und schwupps geht man, die elterlichen Ermahnungen ignorierend, fröhlich doch an den Match :)

Im Nachhinein noch alles Gute zum Jubiläum, auch zum nicht gefeierten!

nie - 18. Feb, 12:14

Ich hatte das Glück, dass das Lobbyieren von Papa nie zu meinen Gunsten dann doch sehr geholfen hat. Sonst hätte ich vermutlich mit dem ersten Stadionbesuch noch länger warten müssen. Mama nie ist übrigens heute auch Fussballfan. Nur würde sie das nie zugeben.
Ich bin froh, dass Sie das Glück trotzdem gefunden hat.

Danke! Nicht gefeierte Jubiläen sind die besten, fingi.