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Hasta la victoria siempre



Heute vor 40 Jahren wurde in Bolivien Ernesto "Che" Guevara, argentinischer Politiker, Revolutionär und Guerillaführer, ermordet. Seither ist um ihn ein unvergleichlicher Kult entstanden - Che wurde zum Mythos. Und wie es Mythen so an sich haben, wird auch hier äusserst verklärt auf die Realität geschaut. Auch ist dieses Bild da oben zu einem kapitalistischen Musterbeispiel geworden: man findet es auf Flaggen, Bettdecken, Kaffeetassen - eigentlich auf allem, das sich irgendwie vermarkten lässt.

Nun denke ich aber trotzdem, dass wir solche Mythen brauchen in der heutigen Zeit. Dass es einen guten Grund gibt, weshalb wir auch heute noch auf den Mann und die Ereignisse von damals zurückblicken. Diese Mythen geben uns die Hoffnung, die wir nötig haben, um diese Welt da draussen irgendwie zu ertragen. Genauso wird es vermutlich mit der Religion sein.

Natürlich machen auch die Fernsehsender mit und bringen Dokus und Filme über Che. Besonders empfehlenswert ist Diarios de motocicleta mit dem wunderbaren Gael García Bernal über den Motorradtrip des jungen angehenden Arztes Ernesto durch Südamerika. Before he changed the world the world changed him, fasst imdb.com sehr schön zusammen. Ein sehr stiller Film, der aber gleichzeitig lauter nicht sein könnte.
tom.m0rello (Gast) - 15. Dez, 17:09

oha

dann sagast du also, dass die hoffnung auf kommunismus "opium fürs volk" sei?

nie - 15. Dez, 23:01

sage ich das? wo?

"Opium fürs Volk", um mal dabei zu bleiben, könnte man eher im Zusammenhang mit ebendiesen Helden, ob ihr Bild an sie nun verklärt ist oder nicht, gebrauchen, die wir eben nötig haben, um den Alltag zu ertragen. Für die einen ist es Religion, für die anderen solche Mythen, für wieder andere MusicStar oder was auch immer. Oder wie es Dr. House ausdrücken würde: Everything sucks. Might as well find something to smile about.