Bobofreier Abend



Verdiente Sieger des Concours Eurovision de la Chanson: Serbien mit Marija Serifovic.

Ich habe mir dann doch noch den Concours Eurovision de la Chanson (nein, diesen anderen, neuartigen Ausdruck werde ich nicht benützen) angeschaut. Die folgenden Kommentare sind quasi live während des Schauens entstanden. Ich wusste also noch nicht, wie das Ganze ausgehen würde:
  1. Bosnien-Herzegowina (Marija): Wunderschön. Gefällt mir sehr gut. Und zum Glück habe ich keine Ahnung, wovon die Frau singt.
  2. Spanien (D'Nash): Hübsche Jungs. Boygroup extrem. Sehr langweilig.
  3. Belarus (Dimitry Koldun): Geile Stimme. Aber macht doch dem Jungen das Hemd zu. Der erkältet sich sonst noch. Danke.
  4. Irland (Dervish): Weibliche Besetzung eher suboptimal, sonst: tolle irische Volksmusik, die aber vermutlich nur mir gefällt (ich besitze CDs mit irischer Volksmusik!).
  5. Finnland (Hanna): Nicht sehr innovativ, ausserdem geht die Stimme des Mädchens unter. Allerdings tendiere ich dazu, Schwarzangezogene automatisch zu mögen.
  6. Mazedonien (Karolina): Habe Takt-ische Probleme mit dem Lied.
  7. Slowenien (Alenka Gotar): Was ist das jetzt genau? Techno? Goth? Oper? Und warum hat diese Frau ein Dauergrinsen auf dem Gesicht? Aber ganz ehrlich: mir gefällts irgendwie.
  8. Ungarn (Magdi Ruzsa):
  9. Litauen (The 4Fun): Gefällt mir sehr gut. Wunderbare, latin-angehauchte Musik. Die weibliche Stimme ist allerdings nicht über alle Zweifel erhaben.
  10. Griechenland (Sarbel): Sieht aus wie Roman Kilchsperger. Und singt auch wie er (das ist kein Kompliment).
  11. Georgien (Sopho): Mischung zwischen Maya Brunner und Gunvor. Langweilig. Nächster bitte.
  12. Schweden (The Ark): OMG Tokio Hotel! Gebt dem Mann (?) doch bitte etwas zum Anziehen. Danke. Oh Gott.
  13. Frankreich (Les Fatals Picards): haha. Ha. Wie geil ist das denn?
  14. Lettland: Bonaparti.lv: Genialer Bandname. Seit wann ist Italienisch eine Landessprache Lettlands? Il Divo mit Zylindern (Beni Thurnheers Spruch "Il Divos kranke Brüder" war ziemlich zutreffend. Anmerkung im Nachhinein). Der Refrain gefiel, vermutlich, weil man die Einzelstimmen nicht mehr hörte.
  15. Russland (Serebro): Tatu in Nonnentracht. Nächste, bitte.
  16. Deutschland (Roger Cicero): Sehr mutige Songauswahl. Allerdings erinnert mich der Cicero stark an diesen unsäglichen Michael Bublé: Möchtegern-Sinatra mit äusserst bescheidener Stimme.
  17. Serbien (Marija Serifovic): Ganzganzganztoll.
  18. Ukraine (Verka Serduchka): Elton John auf Drogen. Auf ganz fiesen, harten, hinterfotzigen Drogen. Gebt mir auch davon, bitte!
  19. Grossbritannien (Scooch): I nime no e Campari Soda...
  20. Rumänien (Todomondo): Ziemlich clever. Gefällt mir. Irgendwie.
  21. Bulgarien (Todorova/Yankulov): Die Frau muss unerträgliche Schmerzen haben. Und: OMG Peter Maffay!
  22. Türkei (Kenan Dogulu): Hat ein Grinsen wie Thomas Anders und singt wie Dieter Bohlen (beides sind keine Komplimente).
  23. Armenien (Hayko): Hach. Schmacht. Hübscher Mann, hübscher Akzent. Ich könnte doch niemals etwas Negatives über Armenien sagen. Weil: Armenien. Free Harut!
  24. Moldawien (Natalia Barbu): Sehr dramatisch. Vor allem die Gesangskünste der äusserst originell angezogenen Sängerin.
Und sonst: Der Leppilampi ist ziemlich hübsch. Beni Thurnheer war in zynischer Höchstform. Seine Kommentare fand ich herrlich, einzig sein Ost-West-Gegränne ging mir am Schluss etwas auf die Nerven. Schliesslich kamen meine Favoriten fast ausschliesslich aus dem Osten. Wobei das bei der westlichen Auswahl auch kein Wunder ist. Was noch? Kann ich für Apocalyptica anrufen, bitte? Haha, ich hatte wirklich Recht: Ausser mir hat der irische Beitrag niemandem gefallen. Die wurden, glaub ich, Letzte. Diese rosarote Blondine geht mir extremstens auf die Nerven.

Fazit: Ich habe wirklich versucht, diese komische Veranstaltung einigermassen ernst zu nehmen, aber irgendwie ist das alles so lächerlich, dass es mir schwer fällt, irgendetwas Konstruktives zu schreiben. Schön ist, das Serbien gewonnen hat. Die haben wenigstens gute Musik gemacht. Das sorgt doch für einen einigermassen versöhnlichen Abschluss.

Und nein, DJ Bobo wäre definitiv nicht in meinen Top-five gewesen.

Kiitos, Suomi. Näkemiin.

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