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Irgendwann hat Maurice damit begonnen, sich seine eigenen Gedanken zu machen. Je länger er sich darin übte, desto schwerer tat er sich damit. Zu allem fiel ihm das eine oder andere ein, gleichzeitig aber auch immer dessen Gegenteil, weswegen er, weil er sich immerzu selbst ins Wort fiel, schliesslich die Lust verlor, überhaupt noch etwas zu sagen.

Viele können, werden sie mitten in eine Gesellschaft geschmissen und fangen dort in ihrer Not an zu sprechen, damit nicht mehr aufhören. Ihr Redefluss reisst sie mit. Trinken sie ausserdem noch Alkohol dazu, schwillt ihre Rede an zu einem tosenden Strom. Das dumme Zeug selbst auszuhalten, das einem unter anderem in diesem Strom mit aus dem Maul stürzt, ist fast noch schwerer, als den Mund zu halten und es, das dumme Zeug, in seinem Inneren einzusperren und es dort drin glucksen zu hören.

Oh ja. Oh ja.

Natürlich könnte er erklären, worum es geht, aber er hasst es, mit fremden Menschen zu reden. Überhaupt hasst er es zu reden. Fängt man erst einmal damit an, gibt es kein Halten mehr, und man verliert sich im Ungefähren. So seine Erfahrung. Kaum öffnet er seinen Mund, macht er Fehler und verdirbt alles. Ein Fall für den Psychiater, sagen einige. Vielleicht mag er sich aber einfach nicht erklären, weil ihm das Ungeklärte lieber ist.
Ja, verdammt!

Alles aus Maurice mit Huhn von Matthias Zschokke.
  • Ich habe zwar noch nicht mal einen Fünftel des Buchs gelesen, aber ich glaube, das ist genau die Art Bücher, welche ich mag. Also: ich werde es vermutlich lieben.
  • Ich finde Hugo Chávez äusserst sympathisch.
  • Normalerweise verzichte ich darauf, solch globalisierte und kapitalistische Unternehmen wie Starbucks zu unterstützen, aber deren Banana Mocca Frappuccini sind wirklich ausserordentlich gut.