To iPhone or not to iPhone?
Zugegeben: Bisher habe ich Leute, die dauernd mit ihren Handys rumspielen, eher etwas belächelt. Ich bin immer stolz darauf gewesen, dass ich das Mobiltelefon hauptsächlich zum Mobiltelefonieren brauche. Da ich jetzt eben das Telefonieren im Allgemeinen - ob mobil oder nicht, ist relativ egal - ausserordentlich hasse, kommt es halt logischerweise dazu, dass ich beispielsweise in Halbzeitpausen bei Fussballspielen jeweils die einzige in meiner Umgebung bin, die nicht auf dem Handy herumtippt. Früher, pflege ich dann jeweils zu mir selber zu seufzen, früher hat man in der Pause noch über das Gesehene geredet. Ohne Telefone.
Gestern jedoch wohnte ich der Super-League-Partie Young Boys gegen Grasshoppers bei. Als der Totomat die 1:0-Führung Basels gegen Luzern bekannt gab, stellte ich die eher rhetorisch gemeinte Frage, ob wohl Frei das Tor erzielt hätte. Da zückte die Sitznachbarin ihr neues iPhone, fingerte mal kurz ein bisschen darauf rum, präsentierte mir das Display und sagte, nein schau, es war Streller. Zu sehen war - der Teletext.
Das, also nicht das Tor Strellers, sondern, dass sie mir eben mal auf ihrem Handy den Teletext präsentierte, liess mir keine Ruhe, und als dann Schiedsrichter Massimo Busacca während der Sintflut zur verfrühten Halbzeitpause pfiff, zeigte mir die Sitznachbarin in einer Kurzfassung, was ihr iPhone alles kann. Meine Reaktion fiel - und ich gebe mir wirklich mühe, das so distinguiert wie möglich auszudrücken - ungefähr so aus: OMFG SO GEIL ICH WILL AUCH SO EINS HABEN JETZT SOFORT DANKE!!!!111!
Da ich nun aber nicht das Vreneli Müller aus Trubschachen, sondern die nie bin, stellen sich mir auf dem potenziellen Weg zum iPhone diverse Hindernisse in denselben. Erstens ist da die Swisscom-Sache, soll heissen: Ich habe bereits einen Mobiltelefonvertrag mit Swisscom, über den, da ich keinen Festnetzanschluss habe, auch gleich mein Internet läuft, irgendwiekeineAhnungsowasinderArt, und da müsste ich in den Swisscom-Shop gehen und sagen, hallo, ich hätte gerne ein iPhone, und das würde vermutlich furchtbar kompliziert werden, weil ich keine Ahnung von dem Zeug habe, und genau das würden dann die Verkäufer merken. Kurz: Dieser Schritt würde die Höchststufe meiner Interaktionsfähigkeit mit anderen Menschen bei weitem überschreiten.
Ausserdem - und ich glaube, das lässt meinen Traum eines iPhones definitiv und endgültig platzen - musste ich feststellen, dass eben ein iPhone vermutlich nicht in meinen tollen YB-Handy-Halter passen würde.
Gestern jedoch wohnte ich der Super-League-Partie Young Boys gegen Grasshoppers bei. Als der Totomat die 1:0-Führung Basels gegen Luzern bekannt gab, stellte ich die eher rhetorisch gemeinte Frage, ob wohl Frei das Tor erzielt hätte. Da zückte die Sitznachbarin ihr neues iPhone, fingerte mal kurz ein bisschen darauf rum, präsentierte mir das Display und sagte, nein schau, es war Streller. Zu sehen war - der Teletext.
Das, also nicht das Tor Strellers, sondern, dass sie mir eben mal auf ihrem Handy den Teletext präsentierte, liess mir keine Ruhe, und als dann Schiedsrichter Massimo Busacca während der Sintflut zur verfrühten Halbzeitpause pfiff, zeigte mir die Sitznachbarin in einer Kurzfassung, was ihr iPhone alles kann. Meine Reaktion fiel - und ich gebe mir wirklich mühe, das so distinguiert wie möglich auszudrücken - ungefähr so aus: OMFG SO GEIL ICH WILL AUCH SO EINS HABEN JETZT SOFORT DANKE!!!!111!
Da ich nun aber nicht das Vreneli Müller aus Trubschachen, sondern die nie bin, stellen sich mir auf dem potenziellen Weg zum iPhone diverse Hindernisse in denselben. Erstens ist da die Swisscom-Sache, soll heissen: Ich habe bereits einen Mobiltelefonvertrag mit Swisscom, über den, da ich keinen Festnetzanschluss habe, auch gleich mein Internet läuft, irgendwiekeineAhnungsowasinderArt, und da müsste ich in den Swisscom-Shop gehen und sagen, hallo, ich hätte gerne ein iPhone, und das würde vermutlich furchtbar kompliziert werden, weil ich keine Ahnung von dem Zeug habe, und genau das würden dann die Verkäufer merken. Kurz: Dieser Schritt würde die Höchststufe meiner Interaktionsfähigkeit mit anderen Menschen bei weitem überschreiten.
Ausserdem - und ich glaube, das lässt meinen Traum eines iPhones definitiv und endgültig platzen - musste ich feststellen, dass eben ein iPhone vermutlich nicht in meinen tollen YB-Handy-Halter passen würde.
nie - 3. Aug, 11:48

