[>>]

Sonntag, 22. November 2009

Going Rogue

Ich weiss, diesen Satz haben inzwischen vermutlich alle bereits irgendwo gelesen, aber dessen aussergewöhnliche komödiantische Brillanz haut mich noch immer völlig vom Hocker:

"If God had not intended for us to eat animals, how come He made them out of meat?"

Sarah Palin, Beinahe-US-Vizepräsidentin, in ihrem Buch Going Rogue.

Ich hoffe jetzt einfach, dass Frau Palin nie erfährt, was sich denn genau unter unserer Haut befindet.

Donnerstag, 19. November 2009

Free Thierry Henry!

Thierry Henry

Meine Güte, können wir vielleicht mal wieder runterkommen?

Was genau hätte Thierry Henry denn tun sollen? Glaubt tatsächlich jemand, dass es irgendeinen Fussballer auf der Welt gibt, der in dieser Situation - der Schiri pfiff nicht - aufgehört hätte zu spielen? Hätte der gute Mann etwa zum Schiri gehen und "Herrje, das war doch Hands, wieso pfeifen Sie denn nicht?" sagen sollen?

Natürlich hätte das der Schieds- respektive die Linienrichter sehen sollen. Natürlich ist es ärgerlich, dass ein solch wichtiges Spiel durch sowas entschieden wird.

Aber andererseits hätten die Iren insgessamt 210 Minuten Zeit gehabt, um ein Tor mehr zu schiessen als die Franzosen.

Fussball ist nämlich eigentlich ziemlich einfach.

Mittwoch, 18. November 2009

Fussballabend, Teil 887

vermasseln
verderben
vergeben
vermurksen
verpassen
verpatzen
versauen
versieben
verpfuschen
vergeigen
verhauen

verstrellern

veryoungboysen


Samstag, 14. November 2009

Barrage gegen England B

Heute spielen ja die Franzosen das Barrage-Hinspiel gegen Irland, oder - wie Frankreichs Trainer Raymond Domenech die Iren liebevoll bezeichnete - gegen Englands B-Team. Als Einstimmung auf das Spiel hier erneut ein kleines Video des doch recht amüsanten Trainers der Iren:



Und was lernen wir jetzt daraus?

Nein, nicht, dass ich nervös wäre wegen heute Abend. Das bin ich nämlich nicht. Überhaupt rein gar nicht. Denn wer will schon an diese WM gehen? Es gibt doch so viel tollere Dinge, die man im Juni und im Juli unternehmen könnte. Zum Beispiel ... also, eben. Man könnte.

Nein, was wir daraus lernen, ist Folgendes: Früher, also vor ein paar Jahren, da war das, was RTL als Comedy bezeichnet, auch tatsächlich lustig.

Donnerstag, 12. November 2009

Der Gegen-Stimulus

"Die Isolation hat mich nach ihrem Bild und Gleichnis geformt. Die Gegenwart einer anderen Person - wer auch immer sie sein mag - verlangsamt sogleich mein Denken, und während für einen normalen Menschen der Kontakt mit anderen wie ein Stimulus auf seine Ausdrucksweise und sein diskursives Denken wirkt, ist dieser Kontakt für mich ein Gegen-Stimulus, falls dieses zusammengesetzte Wort überhaupt sprachlich zulässig ist. Allein mit mir, bin ich zu unzähligen geistreichen Bemerkungen imstande, zu raschen Antworten auf nie gesagtes, zu funkelden Geistesblitzen eines intellektuellen Austausches mit Herrn Niemand; aber all dies löst sich in nichts auf, wenn mir jemand körperlich gegenübertritt; ich vermag nicht mehr zu denken, weiss mich nicht mehr zu äussern und fühle mich nach einiger Zeit nur noch müde. Jawohl, mit anderen reden macht mich schläfrig. Nur meine gespenstischen, imaginären Freunde, nur meine im Traum geführten Gespräche erweisen sich als wirklich, wahrhaftig und profiliert, in ihnen ist Geist gegenwärtig wie ein Bild in eurem Spiegel."

Fernando Pessoa, der mir manchmal etwas unheimlich ist. Und heute ganz besonders.